Michael Popp
Michael Popp studierte am Mozarteum in Salzburg, u. a. historische Aufführungspraxis bei Nikolaus Harnoncourt.
1985 gründete er zusammen mit Sigrid Hausen und Ernst Schwindl das Ensemble für mittelalterliche Musik ESTAMPIE, das sich mit zehn CDs, einer DVD, zahlreichen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen und vielen Konzerten in In- und Ausland einen bedeutenden Namen gemacht hat. Immer wieder neu setzte sich ESTAMPIE mit Alter Musik auseinander. So entstanden Kooperationen mit mongolischen und zentralasiatischen Musikern für das Projekt „Marco Polo“ oder mit arabischen und spanischen Musikern für das Projekt „al Andaluz“, dessen zweites Album gerade in Arbeit ist.
1991 schloss sich Michael Popp der Band „Deine Lakaien“ an, der er fast zehn Jahre angehörte und mit der er viele Konzerte gab. 1993 war er Mitbegründer der Mittelalter-Elektro-Gruppe „Qntal“, die auf intelligente und experimentelle Weise beide Genres zu verbinden sucht.
Darüber hinaus arbeitete Popp auch immer spartenübergreifend und wirkte bei sehr vielen Theater-, Tanz- und Performanceprojekten mit. Mit dem Ensemble ESTAMPIE entstanden u. a. „Ordo virtutum“ (1991), „Ludus Danielis (1996), „Materia Musica“ (1998), „Zeitenwende“ (2001), „Der Erwählte“ nach Thomas Mann (2004) sowie die Theatermusiken für „Krabat“ (1997) und „Animal Farm“ (1999).
Auch als Theatermusiker und -komponist war Popp tätig: u. a. am Münchner Residenztheater („Der Glöckner von Notre Dame“), an den Münchner Kammerspielen („Der Arme Heinrich“), am Wiener Burgtheater („Titus Andronicus“), in Basel („Parzival“ nach Wolfram von Eschenbach) sowie mit vielen freien, experimentellen Theatergruppen.














